Notfallplan für Paniklerner

Ich will es ja nicht unbedingt unterstützen, das schnelle Lernen kurz vor der Prüfung, aber wenn es dann doch mal passiert: LINK

Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden – das klingt ja fast nach dem berühmten „Mut zur Lücke“. Lohnt sich das?

Natürlich nur bedingt, aber man kann schon sagen: Besser, als sich den gesamten Stoff bis ins letzte Detail reinzuwürgen, ist eine Mischung aus Überblicks- und Tiefenwissen. Man muss sich fragen: Bei welchem Thema reicht mir eine grobe Einordnung und wo muss ich wirklich in die Tiefe gehen? Und: Was kann ich eigentlich schon? Man schreibt sich erst einmal die dicken Steine auf, bevor man sozusagen den feinen Sand dazu kippt. Viele Panik-Lerner legen einfach blind drauf los, was natürlich verständlich ist, da man nicht noch mehr Zeit verschwenden will. Besser ist aber ein durchdachter „Notfallplan“.

Über Motivation

Es ist nicht einfach mit der Motivation….

Ein spannender Beitrag von Lisa Rosa: LINK

Es ist erstaunlich, dass der Begriff der Motivation – der zugleich den Zustand der Bewegtheit und das Bündel an Gründen für diese Bewegtheit bezeichnet – zwar als Schlüssel in der Bildung gesehen, das Bewegtsein also als wichtige Voraussetzung des Lernens angenommen wird, den einzelnen Motiven selbst und ihren Bedingungen, die diese Bewegtheit überhaupt erst ermöglichen, hingegen kaum Beachtung geschenkt wird. Sind sie denn nicht die Treiber, also die Elemente, auf die es ankommt? Stattdessen wird bloß in motiviert/nicht motiviert (bzw. wenig / hoch motiviert) unterschieden. Motivation (Bereitschaft, Aufgeschlossenheit, Begeisterung) für das, was zu tun verlangt ist, wird in vielen didaktischen Konzepten einfach vorausgesetzt. Wo nicht, erscheint sie entweder als Bringeschuld der Schüler oder als Arbeitsleistung der Lehrer, die die Schüler „motivieren“ sollen. Für jeden Schulpraktiker ist es Alltagserfahrung, dass es sich bei Motivation zwar um einen – wenn nicht den – Schlüssel für gelingende Lehr-Lernprozesse handelt, seine Herkunft und Beschaffenheit aber noch immer ein großes Geheimnis ist. Wie kommt’s?

Aus dem Alltag eines Junglehrers…

Klassenraum aufschließen, nach ganz vorne gehen und mich vorstellen: Mein Name ist Jan Harbsmeyer, 23 Jahre alt. Lehramtsstudent aus Münster im Bachelor für Philosophie und Deutsch. Hier in Hamburg für ein Schulhalbjahr als Vertretungslehrer engagiert. Praxiserfahrung? Fehlanzeige.

So habe ich mich natürlich nicht vorgestellt. Vor der Klasse tue ich, was ich aus Schülerperspektive in Erinnerung habe: Ich schreibe meinen Namen an die Tafel. Aber schreibe ich „Jan Harbsmeyer“, „Herr Harbsmeyer“ oder einfach nur „Harbsmeyer“?

Ich habe mich für die dritte Version entschieden. Ein bisschen aus Verlegenheit, ein bisschen, um ein gutes Maß an Distanz zu wahren. Denn ich möchte souverän wirken, ernst genommen werden. Nicht übertrieben streng, eher freundlich – aber anspruchsvoll. So ein Lehrer möchte ich gerne werden und als ein solcher jetzt schon wahrgenommen werden.

Auf mein „Einen wunderschönen guten Morgen zusammen!“ folgte das „Guten Morgen, Herr Harbsmeyer“ in diesem langgezogenen Singsang, den Siebtklässler bestimmt schon ziemlich uncool finden. Au weia.

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