Inklusion aus der Perspektive des Inkludierten

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Das Folgende ist jetzt nicht gerade die Essenz des Interviews, dennoch;

Ihr Rollstuhl sieht im Übrigen sehr speziell aus. War der teuer?
Der hier hat 12 000 Euro gekostet. Aber nicht, weil er so besondere Technik beinhaltet, sondern weil die in kleiner Stückzahl produziert werden.

Und Sie investieren zusätzlich.
Ja, den Rollstuhl bezahlt die Krankenkasse. Aber da ich ihn tagtäglich benutze, versuche ich schon, damit mein Leben angenehmer zu gestalten. Zum Beispiel kann ich mein Smartphone daran aufladen.

Und Sie haben ihn schneller machen lassen – dürfen wir das überhaupt fragen oder outen wir Sie als Verkehrssünder?
Also… Er fährt schneller als das Standardmodell.

Wie viel schneller?
In Deutschland darf man sechs fahren, der hier fährt zehn.

Wollten Sie flotter unterwegs sein?
Nee, aber mir hat der Rennmodus gefehlt. Ich war so schnell wie normal Laufende, aber die konnten rennen, wenn der Bus kommt, das wollte ich auch. Jetzt ist der Rollstuhl ungefähr so schnell wie ein Jogger, und natürlich fahre ich immer so schnell, seitdem kommen mir Fußgänger langsam vor. Dann zeigen mir meine Assistenten einen Vogel, wenn ich sage: Komm, lass uns die zwei U-Bahn-Stationen laufen.

Der Weg zur Praline

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