Deutschlandradio – die Podcastfundgrube für den Unterricht in HsB und KtB

dradio.jpegAls Informationsgrundlage für die Unterrichtsvorbereitung oder als spannender Unterrichtseinstieg sind die zahlreichen Podcasts des Deutschlandradios hervorragend geeignet. Einen guten Überblick bekommt man auf dieser Seite oder dem RSS-Feed Überblich, der sich hier betrachten lässt.

Ein Link auf einen RSS-Feed gibt einen Überblick auf die aktuellen MP3-Dateien, die dann einzeln herunter geladen werden können. Komfortabler hingegen ist es, diese Adressen in ITunes zu laden. ITunes ermöglicht eine bequeme Aktualisierungsoption, die sicherstellt, dass immer die aktuellen Podcasts geladen werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Import in ITunes bietet Deutschlandradio.de ebenfalls.

Münchner Kindl sehen nicht soooo viel fern…

wie Dortmunder, nämlich nur 1,75 Stunden am Tag. Dortmunder Kinder und Jugendliche hingegen sitzen täglich 3,3 Stunden vor der Flimmerkiste.

Zu diesem Ergebnis kam das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen laut eines Berichtes der Süddeutschen Zeitung vom 9. Oktober 2006: „63,5 Prozent der Dortmunder Jungen verfügen in der vierten Klasse über ein eigenes TV-Gerät im Vergleich zu 27,9 Prozent in München“

Alternativer Nobelpreis Physik für „Bruch-Kinetik trockener Spaghetti“

Man hat es ja schon immer irgendwie geahnt, dass es selbst beim Brechen der Spaghettis doch mit rechten (physikalischen) Dingen zugeht: Wenn man nämlich versucht, die langen Nudeln in der Hälfte zu brechen, zersplittern diese in drei oder mehr Teile – und eben nicht (nur) in der Mitte!

Unter dem Titel „Fragmentation of Rods by Cascading Cracks: Why Spaghetti Does Not Break in Half“ haben zwei französische Physiker (wer auch sonst?) das Geheimnis gelüftet. Da kann man nur sagen: Chapeau!

P.S. Wer weniger an der Physik und mehr an Qualität und Geschmack der Spaghettis interessiert ist, sollte hier nachsehen!

Guter Unterricht – wie geht das, geht das wirklich?

Hilbert Mayer (2003) dokumentierte in seinem Artikel „Merkmale guten Unterrichts“ zehn berücksichtigenswerte Aspekte für Lehrkräfte, die guten Unterricht machen wollen:

  • Klare Strukturierung der Lehr- und Lernprozesse
  • Intensive Nutzung der Lernzeit
  • Stimmigkeit der Ziel-, Inhalts- und Methodenentscheidungen
  • Methodenvielfalt
  • Intelligentes Üben
  • Individuelles Fördern
  • Lernförderliches Unterrichtsklima
  • Sinnstiftende Unterrichtsgespräche
  • Regelmäßige Nutzung von Schüler-Feedback
  • Klare Leistungserwartungen und -kontrollen

Guter Unterricht berücksichtigt demnach in Ausgewogenheit diese empirisch begründeten Forderungen.

Wenn es doch nur so einfach wäre!

Schüler, die keine Gesprächskultur „mitbringen“, die sich kaum länger als 10 Minuten konzentrieren können, deren Leistungsbereitschaft auf eher niedrigem Niveau ausgebildet ist, die immer geringere Lesekompetenzen mitbringen….

Wie sehen Sie das?

Neurowissenschaft und Pädagogik

In der neuesten Ausgabe von PAD Forum: unterrichten erziehen (Nr. 5/2006, S. 312 – 318) hat Gerald Hüther unter dem Titel „Von Synapsen und ihren Beziehungen“ Möglichkeiten und Grenzen der neuen Methoden  der Hirnforschung für die Erklärung und Gestaltung von Lernprozessen dar- und klargestellt, dass dies auch bedeute, „sich nicht mit den ‚bunten Bildern‘ der Hirnforschung zu begnügen, schon gar nicht, wenn es um die Gestaltung von Lernprozessen geht. Vielmehr kommt es darauf an zu verstehen, wie Hirn und äußere Umwelt miteinander ‚kommunizieren‘, wie Einflüsse von außen das Gehirn nachhaltig strukturieren, so dass sich eben auch Wirkungen auf die Möglichkeiten des Lernens ergeben“ (S. 313). Leider jedoch hat er die Konsequenzen daraus ex negativo gezogen. Demnach können diese Lernprozesse nur schwer gelingen, wenn Kinder:

  • in einer Welt aufwachsen, in der die Aneignung von Wissen und Bildung keinen Wert besitzt (Spaßgesellschaft);
  • keine Gelegenheit bekommen, sich aktiv an der Gestaltung der Welt zu beteiligen (passiver Konsum von Lernstoffen und Medienangeboten);
  • keine Freiräume mehr finden, um ihre eigene Kreativität spielerisch zu entdecken (Funktionalisierung);
  • mit Reizen überflutet, verunsichert und verängstigt werden (Überlastung);
  • daran gehindert werden, eigene Erfahrungen bei der Bewältigung von Schwierigkeiten und Problemen zu machen (Verwöhnung);
  • keine Anregungen erfahren und mit ihren spezifischen Bedürfnissen und Wünschen nicht wahrgenommen werden (Vernachlässigung) (S. 317).

Wie lassen sich diese Aussagen positiv bestimmen/wenden?

Quelle:

Hüther, G. (2006). Von Synapsen und ihren Beziehungen – Neurobiologische Grundlagen des Lernens: Der neue Blick der Hirnforscher. PF:ue, 25 (5). 312-318.

Literaturtipp:

Caspary, R. (Hrsg.) (2006). Lernen und Gehirn. Der Weg zu einer neuen Pädagogik. Freiburg im Breisgau: Herder. (darin u.a. Beiträge von Gerald Hüther, Manfred Spitzer, Gerhard Roth, Elsbeth Stern)