Intensive Smartphonenutzung verringert die kognitive Kapazität

Behauptet zumindes die folgende Studie: LINK

In this research, we test the “brain drain” hypothesis that the mere presence of one’s own smartphone may occupy limited-capacity cognitive resources, thereby leaving fewer resources available for other tasks and undercutting cognitive performance. Results from two experiments indicate that even when people are successful at maintaining sustained attention—as when avoiding the temptation to check their phones—the mere presence of these devices reduces available cognitive capacity. Moreover, these cognitive costs are highest for those highest in smartphone dependence.

Handys im Unterricht? Ja, zu Unterrichtszwecken

Mehr dazu aus der aktuellen Schule und wir (LINK):

Digitale Medien

Handys im Unterricht?

Im Unterricht hat uns der Englischlehrer aufgefor- dert, die Smartphones anzumachen und eine von ihm vorbereitete Umfrage online zu beantworten, die dann direkt ausgewertet wurde per Beamer. Das war zwar spannend, aber Handys sind doch im Unterricht verboten, oder? Jannis B., per E-Mail

Nach Art. 56 BayEUG sind im Schulgebäude und auf dem Schulgelände „Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichts- zwecken verwendet werden, auszuschalten“. Diese Regelung dient unter anderem der Vermeidung von unerwünschten Störungen des Unterrichts, erlaubt aber die Nutzung des Handys zu Unterrichtszwecken. Einem sinn- und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien im Rahmen des Unterrichts steht demnach nichts entgegen. Es existiert also kein generelles „Handyverbot“ an Bayerns Schulen, die Nutzung muss lediglich pädagogischen Zwecken dienen, die von der Lehrkraft festgelegt werden.

Spitzer widerlegen?

War grade eine spannende Sendung bei Anne Will, was so berichtet wird. Spitzer hat sich mal wieder über die Gefahren des Netzes und der Computernutzung ausgelassen. Seine Thesen sind oftmals sehr zugespitzt, wie Christian Füller behauptet, jedoch fehlt seiner Ansicht nach ein ernsthafter Versuch der wissenschaftlichen Auseinandersetzung bzw. Widerlegung von Spitzers Thesen:

Martin Lindner hat nun lässig behauptet, die Crowd habe den Spitzer nicht nur wider-, sondern sogar zerlegt. Davon kann nun wahrlich keine Rede sein. Ich kenne bislang keinen Text, der sich a) sachlich mit Spitzers Themen und Thesen auseinandersetzt und ihn dabei b) gewissermaßen neutralisiert. Die meisten Spitzer-Kritiker übernehmen seine – in der Tat unmögliche – Tonlage und pöbeln einfach zurück. Zudem gibt es eine Reihe von Widerlegungen, die von schwacher Qualität sind. Vor allem Medienpädagogen gehören in diese Rubrik: Sie haben halt ne andere Meinung als Spitzer und können sich benehmen – aber sie entkräften viele seiner wichtigen Fragen keineswegs.
https://pisaversteher.com/2016/11/01/spitzer-und-anti-spitzer/ 

Und weiter:

Das Problem der Nerds, der Medienpädagogen und der Anti-Spitzer-Wissenschaftler ist ein anderes. Niemand, außer der Twitteria, liest ihre Pöbeleien und Widerlegungen. Die Hütten und Paläste auf dem Land aber sind fest in Spitzers Hand: „Spitzer begeistert 900 Zuhörer“. Man kann für seine Auftritte 15 Euro Eintritt verlangen, und die Bude ist voll. Warum wohl? Weil er ein Idiot ist? Oder weil er ein Problem adressiert, das die Menschen bewegt?

Eine Studie Spitzers findet sich z. B. hier: LINK

Ein Problem in der Auseinandersetzung mit Spitzers Thesen ist sicherlich, dass das Feld des Internets so unglaublich vielfältig ist, in seinen Nutzungs- und Darstellungsformen. Hier ein valides Studiendesign hinzubekommen ist wohl nicht so ganz einfach. Dazu kommt noch, dass jeder meint, mit seinen individuellen Erfahrungen mitdiskutieren zu können, oftmals in dem Sinne: „Mir hat´s nicht geschadet“ (das Computerspielen) oder „Ich kenne da jemanden, dessen Sohn ist internetsüchtig!…

Mehr zum Thema bei:

  • Felix Schwenzel: LINK
  • Osnabrücker Zeitung: LINK
  • Stuttgarter Zeitung: LINK

Netter Kommentar:

Wie dieselben jungen Menschen für den zunehmend digitalen Arbeitsmarkt vorbereitet werden können, vermochte Spitzer nicht zu erklären. Stattdessen schrie er jedem Argument von Lindner, Lobo und Rohleder nur „falsch“ entgegen, bis Anne Will ihn kurzerhand per Einspieler ausblendete. Was Lindner treffend zu Spitzer sagen ließ: „Sie sind das lebende Beispiel dafür, dass der Verzicht auf digitale Medien nicht zu besseren Umgangsformen führt.“

(…)

Dass die eigentliche Herausforderung in der Qualifizierung der Menschen für diese digitale Welt liegen könnte, vermochte allein Lobo herauszustellen. Er warnte vor einer Aufspreizung des Arbeitsmarktes in „nur wenige gut bezahlte Jobs im Herzen der Technologie“ und viele schlecht entlohnte Roboterhandlanger.

LINK

 

Wer die Sendung anschauen möchte (und sich auch ein Bild von den analogen verbalen Umgangsformen Spitzers machen möchte), schaut hier: