Rosa Jungs und blaue Mädchen

Ein spannender Beitrag über die wohl wieder zunehmende „Besinnung“ auf das Geschlecht und mögliche Folgen: LINK

Bisher gab mir das Leben keinen Grund, mich mit Genderfragen zu beschäftigen. Nun macht mich meine Tochter zur Feministin.

Ich dachte, wir wären weiter. Nach fast hundert Jahren Frauenwahlrecht, nach Simone de Beauvoir und Alice Schwarzer, nach Wir haben abgetrieben, nach #aufschrei und Diskussionen über das Binnen-I. Ich wollte in meinen Texten keine FreundInnen oder AnwältInnen, ich fand das hässlich, außerdem gab es doch größere Probleme, aber allein die Freiheit, das große I zu verwenden, hielt ich für einen Fortschritt. Dann wurde ich Mutter. Und stellte fest: Die meisten denken noch immer, dass Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken.

Wer wissen will, wie es bestellt ist um die Gleichheit der Geschlechter, der muss sich nicht die Mühe machen, Frauen in Dax-Unternehmen zu zählen. Der kann auch einfach auf den Spielplatz um die Ecke.

Alltagswissen fächerübergreifend vermitteln

In Kooperation mit Expert*innen einer bundesweiten Forschungsgruppe hat die GRÜNE Fraktion im Landtag NRW ein Curriculum erarbeitet, das aufzeigt, wie Kompetenzen zur Alltagsbewältigung und Lebensgestaltung vermittelt werden können.

Es gibt Versionen für

Lehrer*innen

Schüler*innen und Eltern

 

Wie Online-„Journalismus“ funktioniert 

Der Bericht eines (ehemaligen) Insiders: LINK

Auch nachdem ich die Arbeitsweise durchschaut hatte, habe ich noch mitgemacht. Ich habe Mechanismen adaptiert und immer seltener hinterfragt. Ich habe Klicks produziert und Reichweite maximiert, weil das von mir erwartet wurde – und weil das Modell darauf angelegt ist, dass persönliche Anerkennung und Erfolg hier kaum inhaltlich, sondern nur mit Klickzahlen erzielt werden können. Ich wollte einfach gut sein in dem, was ich mache. Wie wir alle. Wie Sie sicher auch.

Und dann habe ich vor lauter Eile und Getriebensein meinen moralischen Kompass verloren. Ich habe vergessen, dass ich eine Verantwortung habe. Aber, das habe ich inzwischen begriffen: Diese Art von Journalismus produziert keine Journalisten mit Haltung und Ethos. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich Haltung gar nicht erst entwickeln kann. Schlimmer noch: Sie baut Haltung ab.

Ablenkung im Straßenverkehr 

Beunruhigende Studienergebnisse: LINK

„Auf Einsicht können Verkehrsforscher bei den telefonierenden und simsenden Autofahrern vergebens hoffen. Der deutsche Verkehrsgerichtstag geht von rund 1,3 Milliarden Handyverstößen in Deutschland aus, davon wird weniger als jeder Dreitausendste geahndet. „Die Fahrer halten die Handynutzung nicht einmal für ein Bagatelldelikt. Sie halten es für ein Naturrecht“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Er beobachtet, dass vor allem die jüngere Generation kaum länger als eine halbe Stunde dem Smartphone widerstehen könne. „Es ist wie ein Drogenentzug. Sie schaffen es nicht“