Wie Online-„Journalismus“ funktioniert 

Der Bericht eines (ehemaligen) Insiders: LINK

Auch nachdem ich die Arbeitsweise durchschaut hatte, habe ich noch mitgemacht. Ich habe Mechanismen adaptiert und immer seltener hinterfragt. Ich habe Klicks produziert und Reichweite maximiert, weil das von mir erwartet wurde – und weil das Modell darauf angelegt ist, dass persönliche Anerkennung und Erfolg hier kaum inhaltlich, sondern nur mit Klickzahlen erzielt werden können. Ich wollte einfach gut sein in dem, was ich mache. Wie wir alle. Wie Sie sicher auch.

Und dann habe ich vor lauter Eile und Getriebensein meinen moralischen Kompass verloren. Ich habe vergessen, dass ich eine Verantwortung habe. Aber, das habe ich inzwischen begriffen: Diese Art von Journalismus produziert keine Journalisten mit Haltung und Ethos. Sie ist dafür verantwortlich, dass sich Haltung gar nicht erst entwickeln kann. Schlimmer noch: Sie baut Haltung ab.

Ablenkung im Straßenverkehr 

Beunruhigende Studienergebnisse: LINK

„Auf Einsicht können Verkehrsforscher bei den telefonierenden und simsenden Autofahrern vergebens hoffen. Der deutsche Verkehrsgerichtstag geht von rund 1,3 Milliarden Handyverstößen in Deutschland aus, davon wird weniger als jeder Dreitausendste geahndet. „Die Fahrer halten die Handynutzung nicht einmal für ein Bagatelldelikt. Sie halten es für ein Naturrecht“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Er beobachtet, dass vor allem die jüngere Generation kaum länger als eine halbe Stunde dem Smartphone widerstehen könne. „Es ist wie ein Drogenentzug. Sie schaffen es nicht“

Viel Mode für wenig Geld – ist das fair?

Für den Unterricht gibt’s bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) passendes Material (inkl. DVD):

http://www.bpb.de/shop/lernen/entscheidung-im-unterricht/210606/viel-mode-fuer-wenig-geld-ist-das-fair

Wer nur das PDF benutzt, findet das Video zum Downloaden auf Planet Schule:

https://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=9474