Vegan ist besser?

ein weiterer Standpunkt (hier von Sarah Wiener) zur Thematik bzw. Problematik einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Ernährung: LINK

Vegane Ersatzprodukte sind ein Tor für die Nahrungsmittelindustrie, um noch mehr künstliche, stark verarbeitete Lebensmittel minderer Qualität auf den Markt zu werfen. Aber je gezielter und selbstverständlicher wir unsere Nahrungsmittel nach unserer Vorstellung kreieren, desto mehr entfernen wir uns von der Natur – und damit von unseren Wurzeln. Für mich stellt sich durchaus die Frage, ob es nicht unser Schicksal ist, auch Tiere zu essen – weil wir Allesfresser sind, weil wir bestimmte tierische Enzyme brauchen, um gesund zu bleiben und weil der Tierdung unsere Felder düngt. Doch eines muss klar sein: Unsere Bestimmung ist sicher nicht, Tiere wesensfremd zu halten und zu füttern – und ihnen keinen würdevollen Platz als Mitgeschöpfen einzuräumen.

Was will ich damit sagen? Es ist nicht einfach mit der richtigen Ernährung in diesen Zeiten. Wir haben alle schon genug Stress zu Hause und im Job. Wir können nicht alle zu Ernährungsexperten werden. Die Lösung aber ist ganz einfach. Denn die simpelsten Wahrheiten sind immer noch die besten: Kochen Sie selber und mit natürlichen Zutaten. Kaufen Sie saisonal und regional. Und essen Sie nur ab und zu ein Stückchen Fleisch – aus artgerechter Tierhaltung!

Was denken Sie?

UPDATE: 26. Juni 2015

Eine Antwort auf Sarah Wiener:

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Was Kleidung vor der Industrialisierung wert war

spannend: LINK

So, 7 hours for sewing, 72 for weaving, 400 for spinning, or 479 hours total to make one shirt. At minimum wage – $7.25 an hour – that shirt would cost $3,472.75. And that’s just a standard shirt. And that’s not counting the work that goes into raising sheep or growing cotton and then making the fiber fit for weaving. Or making the thread for the sewing. And you’d still need pants (tights or breeches) or a skirt, a bodice or vest, a jacket or cloak, stockings, and, if at all possible, but a rare luxury, shoes.

Felix Schwenzel über Werbung

und wo die aldisprecherin auch recht hat: wir wollen auf unserer wurst keine hinweise auf massentierhaltung oder industrielle produktion haben. wir wollen unsere produkte frisch, in bester qualität und möglichst billig haben. wir alle wissen (oder sollten wissen), dass das ohne eine effektive semi-industrielle herstellungsweise nicht zu machen ist. deshalb freuen wir uns, wenn uns das marketing davon abhält zu sehr über die herkunft der waren nachzudenken, die wir natürlich in erster linie sehr günstig kaufen wollen. und wenn uns jemand drauf hinweist, dass wir hier verschaukelt werden, können wir uns herrlich über andere als uns selbst aufregen, obwohl wir das spiel seit jahren oder jahrzehnten mitspiele

Mehr davon hier: LINK