Die Bedeutung des Kindergartenbesuchs für den späteren individuellen…

… Und gesellschaftlichen Wohlstand (aus einem Artikel der Sz vom 26. Januar 2014):

Einen eindrücklichen Beleg für diese These liefert eine Langzeitstudie, die 1962 im US-Bundesstaat Michigan ihren Anfang nahm. Damals suchten Pädagogen 123 Kinder aus armen Familien aus, die noch dazu bei IQ-Tests schlechte Resultate erzielt hatten. Die Hälfte der Kinder wurde in einem pädagogischen Projekthaus gefördert, die andere Hälfte bildete die Vergleichsgruppe. Die Teilnehmer des Experiments wurden im Verlauf ihres weiteren Lebens regelmäßig befragt. Diejenigen, die im Kindergarten gewesen waren, hatten später deutlich bessere Bildungsabschlüsse, verdienten mehr, zahlten demzufolge auch mehr Steuern und waren sehr viel seltener mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Letztlich, so fasst es der DJI-Mitarbeiter Felix Berth zusammen, „waren die Ausgaben für die Allgemeinheit rentabel: Jeder Dollar, der für das Programm ausgegeben wurde, verzinste sich jährlich mit etwa sieben bis zehn Prozent“.

Alex Rühle: Kindererziehung – kann doch jede