Oh yes indeed I like to read, cause reading is fun…

Run D.M.C – Reading Rainbow: Die Urväter des Raps imitieren eine bekannte, pädagogisch angehauchte Kindersendung aus den USA, versuchen den „kids“ ein gutes Vorbild zu sein und sie zum Lesen zu animieren:

Run D.M.C hat wohl nur noch im entferntesten etwas mit der Lebenswelt unserer Schüler zu tun. Amerikanische Rap-Musik scheint bei den meisten Haupschul-Kids jedoch immernoch ziemlich hoch im Kurs zu stehen. Natürlich sind unkorrekte Grammatik und fürchterliche Aussprache in der Hip-Hop-Welt eher der Normalfall, meint ihr man könnte die „coolen“ Gangsta-Rapper trotzdem in den Englischunterricht einziehen lassen, um die Motivation der Schüler zu steigern?

2 Antworten auf „Oh yes indeed I like to read, cause reading is fun…“

  1. Wie angesprochen sind unkorrekte Grammatik und fürchterliche Aussprach ja eher der Normalfall. und ein weiters Problem taucht bei den „coolen“ Gs auf: Die Texte sind, wenn man sie versteht (wegen der miesen Aussprache) ja meist wenig jugendfrei und somit meiner Meinung nach definitiv nicht für die Schule geeignet. Auch wenn sich die Motivation der Schüler eventuell steigern lässt, sollte unser Bemühen sich nicht auf Amerikanischen Rap beziehen.

  2. Wegen den Ausdrücken würde ich nicht darauf verzichten. Ob sich die Schüler nun ein Video, in dem Ausdrücke verwendet werden, Zuhause ansehen oder in der Schule ist doch eigentlich egal. In der Schule ist wenigstens noch jemand da, der mit den Schülern über die Bedeutung dieser Wörter sprechen kann und der die Schüler in ernsthaften Auseinandersetzung unterstützt. Auch eine Verherrlichung und Romantisierung von Ghetto-Leben würde evtl. nicht in diesem Maße stattfinden. Es wäre in jedem Fall authentischer Unterricht.

    Ich erinnere mich an die fürchterlichen Lieder, die mir damals im Englischunterricht aufgetischt wurden: „When do you? – What do you? – Where do you? – Whyyyyyyyy? When do you leave your ho-use every day??“ Das hätte verboten gehört!

    Abgesehen davon das es durchaus auch Rapper gibt, deren Texte über die üblichen Plattitüden hinausgehen und sogar qualitativ hochwertige Poesie verbergen (Tupac Shakur, Talib Kweli).

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