3 Antworten auf „Kuschelpädagogik geht Jungs gewaltig auf die Nerven!“

  1. „Jungs einfach prügeln lassen…“
    Etwas billig argumentiert!!!! Wenn es denn so einfach wäre!
    Wo doch eine „ehrliche und einfache“ Prügelei so schnell kippt und brutale Gewalt und Körperverletzung das Ziel wird…!?

    Wir brauchen keine autoritären Lehrkräfte an der Schule! Vielleicht wäre es hilfreich einmal grundlegend zwischen autoritär und autoritativ zu unterscheiden?

    Wir brauchen Alternativen, berufliche Perspektiven und die Schulung von Verhaltensalternativen! Auch für Mädchen!

    Die heilsame Wirkung des Sports bezweifle ich immer dann, wenn ich z. B. Fußballspiele eines SV Pullach verfolgen darf und vom Spielfeldrand hereingerufen wird: „Komm, hau´ dich durch! Machs´ JETZT ohne Foul!“

  2. Inspiriert von der „Wrestling-Welle“ der frühen neunziger Jahre war das „catchen“ (bayr.: Raufen) zu meiner Grundschulzeit das einzig akzeptable Spiel für einen Jungen meines Alters. Dabei war sowohl mir als auch vielen anderen Jungen meiner Generation brutale Gewalt völlig Fremd. Zumal wir Gewalt nicht im Elternhaus erfahren mussten, sondern Körperlichkeit vollkommen autonom von gesellschaftlichen Wertungen oder familiären Hierarchien selbst erforschen konnten.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade in unteren Klassen, im Fußball, die meisten Fouls eher auf motorische Unfähigkeit als auf böse Absicht zurückzuführen sind. Da hilft es schonmal den Spieler daran zu „Erinnern“.

    Für bedenklich halte ich jedoch das Unsportliche Verhalten vieler Profis, was das absichtliche Fallenlassen und Maßlose übertreiben nach Fouls angeht. Diesbezüglich hat der Kicker eine bemerkenswerte Maßnahme getroffen: Spieler die eine „Schwalbe“ hinlegen, egal ob diese geahndet wird oder nicht, bekommen in der abschließenden Benotung die Note 6 egal wie sie sonst gespielt haben. Leider kümmert das die Profis bisher noch nicht.

    Ich scheue mich nicht davor zuzugeben, dass ich zwei Hitzköpfen im Sportunterricht bestimmt und gezielt Autoritär begegnen werde. Sogar vor „körperlicher Bestrafung“ in Form von sportlichen Übungen werde ich keinesfalls zurückschrecken.

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